Ihren Namen verdankte die 16 Hektar große Hanglage einem akustischen Phänomen. Durch seine besondere Neigung fand der Büchsenknall bei Jagden im angrenzenden Wald hier ein besonders deutliches Echo – ein Spiel mit dem Schall der Kugel. Die Weine der Lage sind immer durch aromatische Noten von Kräutern und Blumenblüten geprägt, die auf den benachbarten Wiesen zu Hause sind. Die Bodenart wird hier vom Schilfsandstein geprägt, durchsetzt mit Keuper.
Silvaner – ein Casteller seit 1659. Am 10. April 1659 konnte noch kein Kellermeister ahnen, dass diese Rebsorte zum Botschafter des Frankenweins heranreifen sollte. Damals ließ ein Gräflich Castell’scher Amtmann 25 Fechser des Silvaners unterhalb vom Schlossberg pflanzen.
"2008" präsentiert sich lebendig, spritzig und frisch mit einem stabilen Säuregerüst und einer ausgeprägten Aromatik. Viel Geschmack, eine angenehme Fülle und ein gutes Lagerpotential zeichnen diesen Wein aus. Selektive Handlese , temperaturkontrollierte Vergärung im Stahltank und partielle Vergärung im Holzfaß. Langes Feinhefelager.
Nase: frisch und vegetativ
Mund: mineralisch cremige Art
1. Platz im Berliner Weinführer 2010: "Mit diesem vielschichtigen Wein setzt das Castell'sche Domänenamt ein Ausrufezeichen für die Franken-Silvaner. Das Duftensemble aus würzig-nussigen Aromen und fruchtigen Akzenten wie Stachelbeere und Limettenzesten befindet sich in Übereinstimmung mit den Geschmackseindrücken. Ein Wein zur lackierten Entenbrust."
Empfehlung: bei 8-10 C° zu hellem Fleisch und Geflügel mit feinen Beilagen